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19.03.2018 – Mangochi once again & eine Beinahe- Verhaftung

  • Autorenbild: andrina37
    andrina37
  • 9. Juni 2018
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Mai 2021



Es war Montagmorgen und unser Visumstempel war bereits seit 2 Tagen abgelaufen. Vera und ich gingen deswegen einmal mehr zum Principal und schilderten ihm unser Problem. Er sagte uns dann, wir sollten uns möglichst heute nochmal auf den Weg zum Immigration Office Mangochi machen. Wir machten ab, dass wir in 30 min zur Abfahrt bereit wären. Auf dem Weg zum Hostel störten wir noch kurz Corinas Klasse, um sie aus dem Unterricht zu holen. 30 Minuten später sassen wir wieder mit Wilson im Auto und fuhren nach Mangochi. Beim Immigration Office angekommen gaben wir einem Beamten unsere Pässe und sagten ihm, dass wir einen neuen Stempel bräuchten. Wir bezahlten je 5'000 MKW, gingen wieder nach draussen und warteten, inständig hoffend, dass es keine Probleme geben würde. Nach einiger Zeit wurden wir in ein anderes Büro gerufen. Dort waren zwei Beamte, der eine hielt unsere Pässe in der Hand und der andere sprach zu uns. Er informierte uns, dass unsere Stempel abgelaufen sind. Wir erklärten, dass wir das wüssten und deswegen eigentlich am Samstag schon da gewesen wären, das Büro aber geschlossen aufgefunden hätten. Davon wollten sie aber gar nicht gross etwas wissen. Der eine Beamte meinte nur, wir seien seit zwei Tagen illegal im Land und sie müssten uns eigentlich verhaften. Ich versuchte ihn höflich aber bestimmt nochmals darauf hinzuweisen, dass wir ihn ja rechtzeitig verlängern wollten, aber nicht wussten, dass das Büro samstags geschlossen sei. Wieder erwähnte er eine Verhaftung und fragte uns, was wir nun machen sollten. Wir fanden das noch witzig und dachten nur «Du bist da der Beamte, sag du es uns!». Er sagte mir dann, ich solle unseren Fahrer holen, also ging ich raus und holte Wilson. Wilson diskutierte dann eine Weile auf Chichewa mit dem Mann und nach einer Weile führte dieser uns in einen separaten, leeren Raum. Dort erklärte er uns, dass er uns gehen lassen könnte. Aber nur unter der Bedingung, dass wir 10'000 Kwacha bezahlen. Etwas genervt und widerwillig bezahlten wir das Geld, erhielten unsere Stempel und wurden entlassen. Wir hatten die Korruption in Malawi gerade am eigenen Leib erfahren. Im Auto bedankten wir uns bei Wilson für seine Unterstützung und fragten noch kurz nach, wieso genau er kommen musste, wieso der Beamte das nicht einfach mit uns ausmachen konnte. Wilson musste zugeben, dass er selber auch keine Ahnung hatte und fragte uns, ob wir sonst noch an einem Ort halten wollten. Dankend lehnten wir ab. Nach diesem Erlebnis wollten wir nur noch nach Hause ans TTC.

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