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03.03.- 04.03.18 – Zomba Botanical Garden & Fussballmatch

  • Autorenbild: andrina37
    andrina37
  • 30. Apr. 2018
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Mai 2021



Da wir nicht in den National Park gehen konnten, suchten wir nach einer anderen Samstagsbeschäftigung. Nach einem kurzen Blick in unseren Reiseführer entschieden wir uns, wieder nach Zomba zu gehen. Dieses Mal wollten wir den Botanical Garden besuchen. Für diese Reise nahmen wir Daniel mit. Wieder traten wir die Reise mit dem Minibus an. Als wir in Zomba ankamen, mussten wir Leute nach dem Weg fragen. Zwei junge Studenten waren so nett und begleiteten uns bis zu der Kreuzung, die wir suchten und beschrieben uns den Rest des Weges. Insgesamt mussten wir noch zwei weitere Male nach dem Weg fragen, bis wir unser Ziel erreichten. Wir liessen Daniel voraus gehen und er führte uns durch Gestrüpp und Schleichwege, welche wir selber wohl nie genommen hätten. So liefen wir eine Weile lang im Wald herum und bestaunten die grossen Bäume und das grüne Dickicht, bis Daniel plötzlich anhielt und in die Bäume hoch zeigte. Wir verstanden erst nicht ganz und versuchten seinem Finger zu folgen. Da raschelte etwas in den Baumkronen und ein Affe hüpfte von einem Ast zum anderen. Gefolgt wurde er von einigen seiner Artgenossen. Fasziniert schauten wir den verspielten Wesen zu und machten Fotos. Die Weiterreise durch den Garten war angereichert mit guten Gesprächen, Gelächter und dem Klicken unserer Kameras. Als wir schon wieder auf dem Weg aus dem Garten hinaus waren, kam ein Mann auf uns zu und erklärte uns, er sein ein Angestellter des Gartens und hätte gesehen, dass wir Fotos gemacht hätten. Nun sei es so, dass man einen gewissen Betrag bezahlen muss, um Bilder machen zu dürfen. Dieser Betrag wäre 8'000 Malawian Kwacha. Es gab eine Diskussion, da ich nicht bereit war mehr für meine Kamera, als für mich selbst zu bezahlen (der Eintritt kostete 100MK). Hinzu kommt noch, dass uns beim Eingang nichts darüber gesagt wurde, dass man für Fotos bezahlen muss. Der Mann meinte dann, er verstehe uns, und da wir Studenten sind, will er uns auch nicht den gesamten Betrag verrechnen, jedoch könne er uns auch nicht einfach ohne bezahlen gehen lassen und fragte, was wir vorschlagen würden. Ich sagte ihm, dass ich nicht bereit wäre mehr zu zahlen als 100Mk. Mit dem war er nicht so wirklich einverstanden. Nach einem rechten Hin und Her und Diskussionen auf Englisch, Chichewa, und Schweizerdeutsch, entschieden wir uns 300MK zu bezahlen. Mit diesem Betrag schien er zufrieden zu sein, gab uns eine Quittung und verriet uns noch einen Platz, an welchem momentan viele Affen anzutreffen seien. Wir entschieden uns also noch einen Abstecher zu diesem Ort zu machen und tatsächlich waren dort jede Menge Affen, grosse und kleine. Wir versuchten sie zu füttern, was allerdings nicht so wirklich klappte. Und wieder wurden viele Fotos gemacht. Wir mussten schliesslich die 300MK wieder herausholen.

Irgendwann war der Hunger grösser als unsere Faszination für die Affen, deshalb entschieden wir uns, Mittagessen zu gehen. In unserem Reiseführer lasen wir von einem Restaurant, welches Pizzen serviert. Wir wollten unbedingt mit Daniel Pizza essen gehen, damit er ein Bisschen sieht, was wir in der Schweiz essen. Zufälligerweise war dieses Restaurant gleich in der Nähe des Botanical Gardens. Wir gingen also dort hin und bestellten unsere Pizzen. Der Kellner ging in die Küche um die Bestellungen aufzugeben, kam nach einigen Minuten aber wieder zurück und erklärte uns, dass es kein Mehl für den Pizzateig mehr hat und sie uns deshalb nur Nsimaa, Reis oder Pommes mit entweder Rind, Poulet oder Chambo servieren können. Chambo ist ein grosser Fisch, welcher es nur in Malawi gibt. Wir bestellten also Pommes und Poulet, während Daniel sich Pommes und Chambo entschied. Nach einer rechten Wartezeit kam endlich unser Essen. Jedoch wurden Vera, Corina und mir statt Pommes Reis serviert. Da wir viel zu grossen Hunger hatten, beliessen wir es einfach dabei und assen das uns servierte Gericht.

Nach dem Essen, wollten wir noch einmal zum Market in Zomba gehen, um dort frische Früchte zu kaufen. Wir liefen den Weg dorthin, kauften unsere Früchte und liefen sonst noch durch die Stände.

Auf dem Weg zum Minibusstop trafen wir ganz unerwartet Leute des Live Ministrys, welche am Samstagabend in der Bible Study Group halfen und ebenfalls auf dem Weg zum TTC waren. Wir fuhren unsere Reise also gemeinsam mit ihnen fort.

Am Abend besuchten wir, wie jeden Samstagabend, eben diese Bible Study Group und halfen später wieder den Studierenden beim Lernen.

Am Sonntag war endlich mal ein Fussballmatch angesagt. Unsere Mannschaft spielte gegen die Mannschaft der Studierenden des letzten Jahrganges. Während des gesamten Spieles gab es eine Gruppe Zuschauer pro Team, welche um das Spielfeld herumrannte, tanzte und dabei sang und ihre Mannschaft anfeuerten. Wir drei Mzungus machten für einige Runden mit. Während Corina und Vera dann weiter rannten und anfeuerten, sass ich wieder an den Spielfeldrand, um so dem Spiel besser folgen zu können. Als dann ein Tor fiel (für unsere Mannschaft), rannten alle aufs Feld und feierten die Mannschaft. Es war eine ganz andere Atmosphäre, als bei einem Fussballmatch in der Schweiz. Die Lautstärke war zwar gleich, jedoch wurde viel mehr getanzt. Allgemein in Malawi wird viel mehr getanzt und gesungen und niemand fragt sich, was wohl die anderen von einem denken könnte dabei. Das ist etwas, was wir hier sehr erfrischend finden und auch schätzen.


Im Minibus

Affe im Botanicalgarden



Unser Lieblings- Früchteverkäufer im Zomba Market

Fussballmatch

Fans

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